Die Wut

„Die Wut (in gehobener Sprache auch lateinisch Furor oder französisch Rage) ist eine sehr heftige Emotion und häufig eine impulsive und aggressive Reaktion (Affekt), ausgelöst durch eine als unangenehm empfundene Situation oder Bemerkung, z. B. eine Kränkung. Wut ist heftiger als der Ärger und schwerer zu beherrschen als der Zorn. Wer häufig in Wut gerät, gilt als Wüterich. Implizit ist damit ausgesagt: Wer leicht in Wut gerät, ist weniger gut imstande, sich selbst zu kontrollieren.“ – Wikipedia

 

Das steht über Wut in Wikipedia. Und über Wut werde ich jetzt ein bisschen schreiben. Denn ich bin wütend. Auf mich. Auf mein Leben. Auf meine Mitmenschen. Auf meine Situation. Auf meinen Körper.

Im letzten Dreivierteljahr ist viel Mist passiert in meinem Leben. Ich habe gekämpft. Ich habe Dinge geregelt. Ich habe manches auch nicht geregelt bekommen. Ich habe Menschen die offene Wahrheit gesagt. Die Konfrontation gesucht. Den Bruch gesucht und gefunden. Ich habe geliebte Menschen verloren. Mir sind die Augen geöffnet worden. Ich habe vor manchem die Augen verschlossen. Ich habe viel Liebe gefunden. Ich weiss aber nicht, ob ich sie annehmen kann. Ich habe geliebte Menschen verletzt. Ich bin verletzt worden. Ich habe Heilung erfahren. Ich habe treue Freunde gefunden. Ich habe Freunde verloren. Ich habe mich selber verletzt. Jahrelang. Bemerkt und unbemerkt. Meinen Körper misshandelt. Anderen Menschen geholfen. Mich selber vergessen. Den Blick für das wesentliche verloren. 

Und am Ende bleibt…

…diese Wut.

Sie ist eine zerstörerische Energie. Heiss. Verzehrend. Verzerrend. Verlockend. Sie bietet mir mit zuckersüsser Stimme die Selbstbestrafung durch Zerstörung an. Sie bietet einen scheinbaren Ausweg. Sie schreit nach Vergeltung. Sie ruft zur Revolution auf. Sie droht allen. Sie bietet radikale Lösungen an. Sie offeriert endgültige Auswege aus der Krise. Sie stösst weg. Will alleine sein. Braucht keinen Verbündeten. Sie kommt und geht wann es ihr beliebt. Sie lässt sich nichts sagen. Lehnt jedwede Kritik ab. Sie lacht mich aus. 

Sie geht nicht weg.

Und ein kleines bisschen mag ich sie auch.

Meine Wut.

2 Kommentare zu „Die Wut

  1. Bleib stark grosser, solange man erkennt das das die Wut droht einen zu beherrschen solange beherrscht man sie noch.Und das mag sie nicht.

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